Urwaldkrankenhaus Tava-i/Paraguay

Um die Verbeserung der medizinisch-hygienischen Betreuung in Paraguay ging es bei unserem Projekt "Cerro Mbatovy" - "Aufsteigende Erde" - in Tava-i im Departement Caazapa, im Urwald, in der Nähe der brasilianischen Grenze gelegen.

Urwaldkrankenhaus Tava-i
Urwaldkrankenhaus Tava-i

Das 1978 gegründete Krankenhaus war bis vor wenigen Jahren das einzige in rund 100 km Umgebung. Es verfügte bis zu seiner Umwandlung in ein Ambulatorium über 52 Betten. Im Hospital wurden pro Jahr durchschnittlich 1500 Patienten stationär behandelt. Hinzu kamen und kommen bis zu 8000 ambulante Patienten. Im Krankenhaus wurden im Laufe der Jahre immer komplexere Operationen durchgeführt, so dass nur noch in ganz besonderen Ausnahmefällen Transporte Schwerkranker mit dem Flugzeug in die ca. 300 km entfernte Hauptstadt Asuncion notwendig waren.

Dr. med. Dr. med. vet. Hans Wischerath
Projektleiter
Dr. med. Dr. med. vet.
Hans Wischerath

Neben dem medizinischen Teil hatte das Hospital eine kleine Landwirtschaft angegliedert. Ihr Zweck war es, das Krankenhaus mit gesunder, vielfältiger Nahrung tierischer wie pflanzlicher Art zu versorgen und gleichzeitig für die Bauern der Umgebung Vorbildfunktionen hinsichtlich der landwirtschaftlichen Produktion zu erfüllen. Rund um das Krankenhaus haben sich kleine Wohnsiedlungen gebildet, wobei seitens der Rexroth-Stiftung den Menschen geholfen wurde, diese Häuser zu errichten. Auch der paraguayische Staat hat, wie von der Rexroth-Stiftung erwartet, bei der medizinischen Versorgung stetig weiter gearbeitet. Mittlerweile befindet sich in dem Gebiet etwa alle 18 km eine medizinische Versorgungsstation. Damit ist das angestrebte Ziel für die Georg Ludwig Rexroth-Stiftung erreicht. Sie hat daher mit der paraguayischen "Fundacion Ambulatorio Tava-í de Paraguay" eine Vereinbarung geschlossen, nach der sie dieses Projekt ab dem Jahre 2003 dieser Organisation übergab, die es als ambulante Versorgungsstation und zur Behandlung von Notfällen weiterführt.

Die Rexroth-Stiftung hatte sich verpflichtet, auch für die nächsten Jahren die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, damit eine reibungslose Notfallversorgung und eine ambulante Betreuung für die Menschen in diesem ländlichen Gebiet in Paraguay gewährleistet ist. Das Projet wurde 2008 beendet.

Die Unterstützung betrug 5,0 Mio. EUR.

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